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Nikon D300s vs D500

Jedes Jahr sollte mein seine Kamera erneuern. So wie den Handy, oder den Fernseher. Das versuchen uns die Hersteller zu vermitteln. Mit Hilfe der millionenschweren Werbungsbrache. Man kann sie ja auch verstehen. Sie wollen Geld verdienen. Und sie haben gute Argumente: mehr Megapixel, größerer Sensor, Wifi, Bluetooth, Haptik, Style.. 

Ich bin eigentlich der Überzeugung, dass es sich am meisten in die Linsen zu investieren lohnt. Da sieht man die Verbesserung der Bildqualität am meisten. Nichts desto trotz, nach 6 Jahren habe ich mich dazu entschlossen meine Kamera zu erneuen. Der entscheidender Grund war die Verlockung Nachts in einer Kneipe ohne Stativ und ohne Rauschen eine schwarze Katze fotografieren zu können. Meine treue Nikon D300s empfiehlt bei ISO 3200 die Schwarz-Weiß-Fotografie mit kunstvoller Körnung. Über dem ISO 3200 bewegt man sich in den Sphären der abstrakten Kunst..

Jedoch spätestens nach der Reise nach Budapest und Innenaufnahmen in der großen Synagoge war die Entscheidung gefallen. Sowas geht im Jahr 2016 eigentlich gar nicht.  Neue Kamera muss her. Die Wahl fiel auf die D500. Sie gefiel mir auf anhieb sehr. Etwas zu viel Schnick-Schnack (meine Kamera hat jetzt einen Flug-Modus..), insgesamt jedoch sehr schön. Dazu habe ich mich doch überredet einen neuen Immer-Drauf mitzukaufen… 16-80 ist es geworden. Ich werde euch nicht mit Details wie tolle Haptik, abgefahrener Dynamik-Umfang, Hintergrundbeleuchtung der Tasten, Zehn Bilder pro Sekunde in einer Serie von 200 raw Dateien, 4k Video (Video? wofür brauche ich das Video?), unglaublicher Autofokus belästigen wollen. Ich wollte jedoch zeigen, dass man eigentlich keine Wunder erwarten soll. Die Physik hat noch keiner abgeschafft und  im Endeffekt entscheiden den Krieg doch die Motive, Licht und Objektive. Hier sind ein Paar Bilder von meiner neuen und alten Kamera… ihr könnt versuchen zu erraten welche Bilder aus welchen Kamera stammen. 

Man muss doch nüchtern zugeben, dass bei einem guten Licht und günstigen Umweltbedienungen ist es relativ egal welche Kamera man benutzt um die Fotos im Internet zu zeigen. Dabei spielt die Optik sogar IMHO die entscheidende Rolle. Die Objektive erlauben interessante Perspektive und schöne Bildeindrücke. Nichts desto trotz, wie Thais sagen, "no money, no honey". Ohne Kamera keine Bilder. Und wenn die Lichtbedienungen sich verschlechtern, steigern auch die Ansprüche an die Kamera.

Wenn die Kamera es einem erlaubt Nachts schwarze Katzen zu fotografieren.. es spricht eigentlich nichts gegen ein Paar schöne Katzenfotos. Man sollte man vielleicht doch die Augen vor dem Fortschritt nicht verschliessen.

Für Technikfreaks unter euch : Ein ISO-Vergleich für Nikon D500.